Planung der eigenen Alarmanlage

veröffentlicht am 21. August 2016 in Richtig schützen, Tipps von

Die eigene Alarmanlage zu planen, wow, das muss ja schwer sein, oder? Nein, ist es nicht! Umso besser, denn Sicherheit für das eigene Haus ist wichtig. Das beweisen die aktuellen Statistiken zu Einbrüchen in Deutschland.

Viele Deutsche rennen zum Fachhändler und erhoffen sich dadurch großartiges Fachwissen. In Wirklichkeit lohnt sich der Gang zu einer professionellen und teuren Firma nur in den seltensten Fällen. Als Privatanwender von Alarm- und Einbruchmeldeanlagen benötigen Sie kein großartiges technisches Verständnis. Von Vorteil wäre es, wenn Sie zumindest zwei Löcher in die Wand bohren könnten.

Für Sie von uns: Alarmanlagen im Test

Planung Alarmanlage

I-vista / pixelio

So beginnt die Planung der Alarmanlage

Machen Sie sich über folgende Punkte Gedanken (ausführliche Erklärungen weiter unten):

  1. Wie viel Geld möchten Sie dafür investieren?
  2. Abhängig von der Größe des Hauses: Welche Bereiche möchten Sie überwachen?
  3. Soll im Alarmfall ein Zielgerät verständigt werden? Zum Beispiel Telefon, Handy (SMS) oder Smartphone App.
  4. Welche Art der Alarmierung? Still? Oder soll im Falle eines Einbruchs eine Sirene ertönen?
  5. Soll die Alarmanlage kabellos oder kabelgebunden sein (Funkalarmanlage)?

Wie viel Geld möchten Sie investieren?

Auch im Bereich der Sicherheitstechnik gibt es Alarmanlagen von gut und günstig bis hin zu modern und teuer. Je nachdem welche Komponenten und wie viele Sie davon verbauen möchten, variiert auch der Preis extrem.

Welche Bereiche sollten überwacht werden?

Erdgeschoss

Der Grundstein in der Planung einer Alarmanlage ist, welche Bereiche geschützt werden sollen. Dabei sprechen wir von einer sogenannten Außenhautüberwachung, also dem Erdgeschoss. Diese sollte mindestens gewährleistet werden.

Aber was bedeutet das? Es sollten alle leicht zugänglichen Eingangstüren und Fenster auf Durchstieg überwacht werden. Sprich: Türen und Fenster sollten mit Magnetkontakten versehen werden. Es ist sicherlich nicht notwendig jedes einzelne Fenster mit Magnetkontakten zu versehen, jedoch macht dies bei Fenstertüren, wie z.B. bei einer Terrassentür, durchaus Sinn.

Zu wenig Budget? Sie können bei der Planung der Alarmanlage auf die Außenhautüberwachung auch verzichten und in großen Räumen und Fluren Bewegungsmelder (Installation etwa 2,0m bis 2,5m Höhe in den Ecken) installieren. Doch bedenken Sie: Der Einbrecher wird dann unter Umständen ein paar Minuten später erfasst und ein Alarm erst dann ausgelöst, wenn der Einbrecher bereits im Haus ist.




Ferner ist es möglich die Haupteingangstür und die Nebeneingangstür eines Hauses auf Verschluss (Tür abgeschlossen: Ja/Nein?) zu überwachen. So vermeiden Sie Fehlalarme.

Also: Machen Sie sich Gedanken, wo ein Einbrecher schnell, einfach und zielgerichtet erfasst werden und wo er wohl am einfachsten durchsteigen könnte.

Tipp: Zeichnen Sie sich den Grundriss Ihres Hauses auf ein Blatt Papier und tragen dort die gewünschten Komponenten ein.

Obergeschoss

Im Obergeschoss ist in den allermeisten Fällen keine Überwachung seitens der Alarmanlage vorhanden. Allerdings ist es von Vorteil, wenn Sie dort eine sogenannte Scharfschalteinrichtung installieren. Das kann zum Beispiel ein Bedienteil sein, welches nach erfolgter Eingabe eines Codes den unteren Bereich des Hauses scharf schaltet.

Wo sollen die Alarme hingehen?

Falls Sie mal nicht Zuhause sein sollten, macht es ggf. Sinn, dass ein Alarm auch nach draußen gemeldet wird. Neben einer akustischen und optischen Alarmierung besteht auch die Möglichkeit sich von der Einbruchmelderzentrale benachrichtigen zu lassen. Oder diese Alarme an ein Sicherheitsunternehmen zu senden. An dieser Stelle sind wir bei der ersten Frage. Alles ist möglich, jedoch kostet es dann auch mehr.

Eine Meldung nach draußen ist kein Muss, denn die Abschreckung durch eine laute Alarmierung vor Ort bewirkt oft schon Wunder.

Wie soll alarmiert werden?

Wir empfehlen an dieser Stelle auf einen akustischen/optischen Signalgeber nicht zu verzichten. Dieser wird meist an die Außenwand des Gebäudes montiert und zwar so, dass möglichst viele Nachbarn einen Alarm wahrnehmen.

Außerdem besteht die Möglichkeit innerhalb des Hauses einen „internen“ Signalgeber zu montieren. Vorteil: Der Einbrecher wird nicht nur draußen erschrocken, sondern auch drinnen. Es fühlt sich sicher nicht gut an, in einem blinkenden und lauten Raum nach Wertsachen zu suchen.

Wichtig bei der Planung: Funkalarmanlage oder normale Alarmanlage?

Zu diesem Thema haben wir einen eigenen Artikel: Funkalarm oder Kabel?

Diese Frage stellen sich viele. Gerade bei alten oder komplett fertiggestellten Häusern ist die Überlegung Richtung Funkalarmanlage nicht verkehrt. Jedoch bedeutet dies auch einen höheren Wartungsaufwand. Batterien und Akkus halten meist nur 1-2 Jahre. Zudem sind die Funk-Komponenten teurer.

Unsere Empfehlung: 

Neubau: Mit Kabel

Altbau: Ohne Kabel. Es sei denn Sie haben kein Problem mit Kabelkanälen zu arbeiten.



Noch ein Tipp

Falls Sie sich nicht zutrauen, die Komponenten wie Bewegungsmelder oder Magnetkontakte selber zu montieren, seien Sie sich darüber im Klaren, dass das nicht schwer ist 😉 > Montieren einer Alarmanlage


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