Komponenten und Teile in der Sicherheitstechnik

veröffentlicht am 23. August 2016 in Infos von

Die Zahl der Wohnungs- und Geschäftseinbrüche steigt bei einer geringen Aufklärungsquote ständig. Im bundesdeutschen Durchschnitt erfolgt alle paar Minuten ein versuchter oder vollendeter Einbruch. Die Folgen sind für die Opfer oft schwerwiegend und nachhaltig. Noch mehr als der materielle Schaden wirkt sich das belastende Gefühl aus, sich in der eigenen Wohnung nicht mehr sicher zu fühlen. Die Sicherheitsbehörden raten unter anderem zu einer besseren Vorbeugung gegen das unbefugte Eindringen in eine Wohnung.

Hierzu zählen umfangreiche technische Sicherheitseinrichtungen wie beispielsweise Alarmanlagen. Während Alarmsicherungen immer mehr zum Standard von Kraftfahrzeugen zählen, besteht immer noch eine unberechtigte Zurückhaltung beim Alarmschutz von Häusern und Wohnungen. Grund genug, einmal auf den Mehrwert einer Alarmanlage, die einzelnen Komponenten und verschiedenen Versionen detailliert hinzuweisen.

Eine Alarmanlage bietet einen vielfältigen Überwachungsschutz

Lesen Sie hier: Vor dem Kauf: Das müssen bei einer Alarmanlage beachten

Verkabelte Alarmanlagen finden seit vielen Jahren in privaten wie geschäftlichen Bereichen Verwendung. Bei einer gewaltsamen äußeren Öffnung von Wohnungstüren, Balkon- oder Terrassentüren sowie Fenstern wird durch per Kabelkontakt optischer und akustischer Alarm ausgelöst. Durch diese sogenannte Außenhautüberwachung wird vorteilhafterweise eine Alarmierung bereits dann ausgelöst, wenn der Täter sich noch keinen Zutritt zum Objekt verschafft hat. Ein weiterer Vorteil dieser Einbruchmeldetechnik besteht darin, dass sie bei einem bewohnten Haus mit den damit zusammenhängenden Geräuschen und Bewegungen eingeschaltet sein kann.



Nachteilig ist allerdings, dass die Sicherheitstechnik von Einbrechern durch eine Kabelunterbrechung außer Kraft gesetzt werden kann. Daher wird häufig auf alternative Alarmsysteme zurückgegriffen. Mittels moderner Funktechnik wird ein Kontakt der Komponenten untereinander hergestellt. Dieses wenig anfällige System kann ohne größeren Aufwand installiert werden, da keine Verlegung von Kabeln erfolgen muss. Innovative Funkalarmanlagen können mit einem Handy ein- oder ausgeschaltet werden. Dabei ist technisch sogar eine Alarmsicherung gekippter Fenster möglich.

Diese Kontakte und Teile gehören zu einer Alarmanlage

Wie Sie die nachfolgenden Teile Zuhause montieren können, sehen Sie hier: Montieren einer Alarmanlage

Als Alarmsicherungen können außerdem Glasbruchmelder, Magnetkontakte oder Alarmgläser sowie Alarmdrahttapeten und Körperschallmelder genutzt werden. Ein ebenso sensibles wie effizientes Alarmsystem reagiert bereits auf die Auslösung von Druckwellen. Dadurch kann ein gewaltsames Eindringen schon sehr früh registriert und Alarm ausgelöst werden. Einen besonderen Schutz bestimmter Räume gewährleisten Alarmanlagen, die als Infrarot-Bewegungsmelder, Ultraschall-Bewegungsmelder oder Mikrowellen-Bewegungsmelder funktionieren. Sie lösen dann Alarm aus, wenn sich ein Einbrecher hinter der Einbruchsmeldeanlage einer Tür oder eines Fensters befindet und fortbewegt (Fallenüberwachung).

Guter Artikel: Funkalarmanalge oder kabelgebunden?

Zu den einzelnen Elementen einer Alarmanlage zählen insbesondere:

Bewegungsmelder (PIR)

Bewegungsmelder

PIR Bewegungsmelder mit Abdeckschutz

Dabei handelt es sich um einen elektronischen Sensor, der Bewegungen im näheren Umfeld erkennt und dadurch als elektrischer Schalter zum Auslösen eines Alarms oder Einschalten der Beleuchtung eingesetzt wird.

Lichtschranken

Es handelt es sich um ein System zur Erkennung einer Lichtstrahlunterbrechung. Bei Bewegungen im Bereich der Lichtschranke können dadurch Eindringlinge durch ein elektrisches Signal gemeldet werden.

Glasbruchmelder

Akustische Glasbruchmelder sind mit einem Mikrofon ausgestattet und werden in der Nähe einer zu überwachenden Glasfläche montiert. Sie reagieren auf die charakteristischen Schallfrequenzen, die bei einem Glasbruch erzeugt werden. Alternativ werden Glasbruchmelder auf die zu überwachende Glasfläche geklebt und registrieren dadurch Körperschall.

Magnetkontakt

Magnetkontakt EMA

Magnetkontakt

Beim Schließen von Fenstern und Türen kommt durch das Berühren installierter Elemente ein magnetischer Kontakt zustande. Beim Öffnen ändert sich das Magnetfeld, wodurch Alarm ausgelöst wird.

Riegelschaltkontakt

Bei einem Riegelschaltkontakt handelt es sich um einen elektrischen Schaltkontakt, der in der Türzarge in der Nähe des Schließblechs eingebaut ist. Der Kontakt wird beim Schließen der Tür durch den Schließriegel hergestellt. Dadurch kann durch eine spätere technische Auswertung festgestellt werden, ob eine geöffnete Tür zuvor abgeschlossen war oder nicht.

Riegelschaltkontakt

Riegelschaltkontakt für Türen

Alarmgläser

Diese Spezialgläser lösen bei einer Beschädigung oder Zerstörung ihrer Struktur Alarm aus.

Körperschallmelder

Sie erkennen und melden als Bestandteil einer Einbruchsmeldetechnik die beim gewaltsamen Eindringen auftretenden Geräusche.

Alarmtapeten

Diese speziellen Tapeten fungieren als Alarmmelder einer Einbruchmeldeanlage. Alarmtapeten bestehen aus Papier- oder Fliesbahnen mit integrierten Drähten oder aufgebrachten Alarmstreifen.

Sperrelement

Wird eine Alarmanlage scharf geschaltet, fährt das in der Tür eingebaute Sperrelement einen Riegel aus, damit von außen die Tür nicht mehr geöffnet werden kann. Somit werden einerseits Einbrüche verhindert, aber auch Fehlalarme minimiert.

Sie erwägen den Kauf einer Alarmanlage? So planen Sie eine Alarmanlage

Sperrelement

Sperrelement für Türen

Kombinationsmöglichkeiten innerhalb der Sicherheitstechnik

Bei einer Einbruchssicherung durch Funkalarm besteht die Möglichkeit der direkten Weitermeldung im Falle einer Alarmauslösung an eine oder mehrere Stellen. Dabei kann es sich um das Schlafzimmer des Hausbesitzers und zusätzlich die Zentrale einer Sicherheitseinrichtung handeln. Bei einer längeren Abwesenheit beispielsweise durch Urlaub besteht die Option, Alarmauslösungen direkt per Handy feststellen zu können. Auf diesem Verbindungsweg kann ebenso das Ein- oder Ausschalten der Alarmanlage erfolgen. Die Kombination einer Alarmanlage mit einer Videoüberwachung ist ebenfalls einschließlich direkter Bildübermittlungen möglich. Dadurch können bei einem Einbruch schnelle, wertvolle Fahndungshinweise zur Festnahme der Täter geliefert werden. Außerdem besteht durch diese Sicherheitstechnik eine beweiskräftige Dokumentation für eine spätere gerichtliche Verurteilung.

Die Möglichkeiten und Wirkungen einer Alarmauslösung

Ein externer Alarm durch akustische und optische Signalgeber soll den Täter am Objekt abschrecken und in der Nähe befindliche Personen auf den Einbruchsversuch hinweisen. Bei einer Alarmauslösung scheuen die Täter in der Regel das hohe Entdeckungsrisiko und fliehen vom Tatort und es bleibt beim bereits strafbaren Tatversuch. Jede Alarmauslösung bietet die Möglichkeit einer genauen Feststellung der Tatzeit.

Akustische Signalgeber wie Sirenen sowie optische Alarmsignale wie Rundumleuchten sollten gut sichtbar und hörbar in einer nur schwer zugänglichen Höhe am Objekt installiert werden. Aus Abschreckungsgründen ist außerdem der Einbau einer Sirene innerhalb des Gebäudes zweckmäßig. Ein interner, stiller Alarm kann sowohl an einen Wach- und Sicherheitsdienst als auch in begründeten Einzelfällen an die Polizei weitergeleitet werden. Dabei sind auch doppelte Schaltungen möglich.

Ein interner Alarm soll bei der Weiterleitung an anwesende Hausbewohner diese vor allem vor der aktuellen Gefahrensituation warnen. Bedienungsfehler und technische Defekte können zu einem Fehlalarm führen. Häufige Wiederholungen sollten verhindert werden, da ansonsten die Glaubwürdigkeit der Einbruchmeldetechnik darunter leiden könnte.




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